Darmbeschwerden, Blähbauch & Bauchschmerzen – Ganzheitliche Diagnostik | Heilpraktikerin Petra Krause

Bauchschmerzen, Blähbauch oder Verdauungsprobleme? Warum es sich lohnt, nach den Ursachen zu suchen

Viele Menschen leiden über Monate oder sogar Jahre unter Bauchschmerzen, Blähbauch, Blähungen, Völlegefühl, Verstopfung oder wiederkehrendem Durchfall. Nicht selten werden diese Darmbeschwerden als “Reizdarm” eingeordnet – ohne dass genauer nach den eigentlichen Ursachen gesucht wird.

Aus meiner Erfahrung als Heilpraktikerin zeigt sich jedoch immer wieder: Chronische Darmbeschwerden haben meist nicht nur einen Auslöser. Häufig kommen mehrere Faktoren zusammen. Deshalb ist eine gründliche Diagnostik die Grundlage jeder erfolgreichen Behandlung. Eine Untersuchung des Mikrobioms kann dabei wertvolle Hinweise auf Veränderungen der Darmflora und mögliche Ursachen chronischer Darmbeschwerden liefern.

Der Darm – weit mehr als nur ein Verdauungsorgan

Unser Darm übernimmt zahlreiche lebenswichtige Aufgaben. Er verdaut die Nahrung, nimmt Nährstoffe auf, beherbergt Milliarden von Mikroorganismen und spielt eine entscheidende Rolle für unser Immunsystem.

Gerät dieses empfindliche Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht, können sehr unterschiedliche Beschwerden entstehen. Deshalb betrachte ich den Darm stets ganzheitlich und beziehe neben einer ausführlichen Anamnese auch Laboruntersuchungen und – wenn sinnvoll – eine Mikrobiomanalyse in die Diagnostik ein.

Wenn die Darmflora aus dem Gleichgewicht gerät

Die Darmflora, heute meist als Mikrobiom bezeichnet, besteht aus Milliarden nützlicher Bakterien. Sie unterstützen die Verdauung, produzieren wichtige Stoffwechselprodukte und tragen zum Schutz der Darmschleimhaut bei.

Verschiebt sich die Zusammensetzung dieser Bakterien, können Blähungen, Bauchschmerzen oder Stuhlunregelmäßigkeiten entstehen. Häufige Ursachen sind beispielsweise:

* Antibiotikatherapien
* durchgemachte Magen-Darm-Infektionen
* eine einseitige Ernährung
* anhaltender Stress
* Bewegungsmangel
* bestimmte Medikamente wie Magensäureblocker

Insbesondere eine langfristige Einnahme von Säureblockern kann die natürliche Keimverteilung im Verdauungstrakt verändern und eine Fehlbesiedlung des Dünndarms begünstigen.

Warum Blähungen manchmal schmerzhaft werden

Dass bei der Verdauung Gase entstehen, ist völlig normal. Problematisch wird es erst dann, wenn sich bestimmte Darmbakterien stark vermehren oder der Darm besonders empfindlich reagiert.

Vor allem bestimmte Zucker und schwer verdauliche Kohlenhydrate werden von Darmbakterien intensiv vergoren. Dabei entstehen größere Mengen an Gasen. Gleichzeitig ziehen manche dieser Stoffe Wasser in den Darm, was zusätzlich Durchfälle fördern kann.

In solchen Fällen kann eine zeitlich begrenzte Ernährungsumstellung die Beschwerden deutlich lindern. Wichtig ist jedoch, die Ernährung individuell anzupassen und nicht dauerhaft unnötig viele Lebensmittel wegzulassen.

Die Darmschleimhaut – unsere natürliche Schutzbarriere

Die Darmschleimhaut entscheidet jeden Tag darüber, welche Stoffe in den Körper aufgenommen werden und welche draußen bleiben müssen.

Ist diese Barriere gestört, können unerwünschte Stoffe leichter in den Körper gelangen. In der Fachwelt wird in diesem Zusammenhang häufig vom sogenannten “Leaky Gut” oder einer erhöhten Darmdurchlässigkeit gesprochen. Diskutiert wird dabei ein Zusammenhang mit chronischen Entzündungsprozessen und verschiedenen Erkrankungen. Gleichzeitig kann eine geschädigte Darmschleimhaut Nährstoffe schlechter aufnehmen, was langfristig zu Mangelzuständen beitragen kann.

Wenn die Verdauung nicht vollständig funktioniert

Nicht nur die Darmflora, sondern auch die Bauchspeicheldrüse, die Gallensäuren und die Darmschleimhaut selbst sind für eine gute Verdauung unverzichtbar.

Arbeiten diese Systeme nicht optimal zusammen, werden Nährstoffe schlechter aufgespalten und aufgenommen. Die Folge können Blähungen, Völlegefühl, Durchfälle oder auch ein Mangel an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen sein.

Laktose, Fruktose und Histamin – häufige Auslöser von Beschwerden

Nicht jeder Mensch verträgt alle Nahrungsbestandteile gleich gut.

Bei einer Laktoseintoleranz fehlt das Enzym, das Milchzucker spaltet. Bei einer Fruktosemalabsorption – umgangssprachlich häufig auch Fruktoseintoleranz genannt – wird Fruchtzucker im Dünndarm nur unzureichend aufgenommen. Beide Zucker gelangen dann in den Dickdarm, wo sie von Darmbakterien vergoren werden. Die Folge können starke Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall sein.

Unabhängig davon wird Fruktose nach der Aufnahme überwiegend in der Leber verstoffwechselt. Vor allem größere Mengen zugesetzter Fruktose, wie sie häufig in Softdrinks, Süßigkeiten und vielen industriell hergestellten Lebensmitteln enthalten sind, können die Bildung von Leberfett fördern. Langfristig kann dies die Entwicklung einer Fettleber sowie von ungünstigem Bauchfett begünstigen und den Stoffwechsel belasten.

Auch Histamin kann Beschwerden verursachen. Kann der Körper Histamin nicht ausreichend abbauen, sind neben Verdauungsproblemen unter anderem Kopfschmerzen, Hautreaktionen oder Herzklopfen möglich

Lebensmittel als individuelle Auslöser

Manche Menschen reagieren empfindlich auf bestimmte Lebensmittel, obwohl klassische Allergietests unauffällig sind.

In meiner Praxis berücksichtige ich – je nach Beschwerdebild – auch mögliche verzögerte Immunreaktionen auf Lebensmittel. Die Aussagekraft entsprechender Laboruntersuchungen wird wissenschaftlich unterschiedlich bewertet. Deshalb setze ich diese Diagnostik nicht isoliert ein, sondern beziehe sie immer in die gesamte Krankengeschichte sowie weitere Untersuchungsergebnisse mit ein.

Weizen – nicht immer ist Gluten die Ursache

Nicht jeder Mensch mit Beschwerden nach dem Verzehr von Weizen leidet an einer Zöliakie.

Neben der bekannten Glutenunverträglichkeit werden auch andere Bestandteile des Weizens als mögliche Auslöser von Beschwerden diskutiert. Welche Rolle sie im Einzelfall spielen, lässt sich nur durch eine sorgfältige Diagnostik und eine individuell abgestimmte Ernährung beurteilen.

Auch Infektionen können lange Beschwerden verursachen

Manchmal liegen chronischen Verdauungsbeschwerden Erreger zugrunde, die nach einer Reise oder einer Magen-Darm-Infektion im Darm verbleiben. Dabei muss nicht zwangsläufig Durchfall auftreten. Häufig zeigen sich lediglich wiederkehrende Bauchschmerzen, Blähungen oder wechselnde Stuhlgewohnheiten.

Eine gründliche Diagnostik ist der erste Schritt zur Besserung

Chronische Darmbeschwerden haben selten nur eine einzige Ursache. Umso wichtiger ist es, nicht nur Symptome zu behandeln, sondern die Auslöser zu erkennen.

In meiner Praxis beginne ich mit einer ausführlichen Anamnese und einer ganzheitlichen Betrachtung Ihrer Beschwerden. Je nach Fragestellung können Laboruntersuchungen des Stuhls oder Blutes sinnvoll sein. Die Befunde werte ich gemeinsam mit Ihnen aus und entwickle daraus einen individuellen Therapieplan, der auf Ihre persönliche Situation abgestimmt ist.

Seit über 20 Jahren begleite ich als Heilpraktikerin Menschen mit chronischen Darmbeschwerden. Moderne mikrobiologische Untersuchungen, eine ganzheitliche Diagnostik und individuell abgestimmte naturheilkundliche Therapien bilden dabei die Grundlage meiner Arbeit. Mein Ziel ist es, nicht nur Beschwerden zu lindern, sondern die Ursachen zu erkennen und Ihren Darm langfristig wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

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